KREMSTALER TECHNISCHE LEHRAKADEMIE


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Wissenschaftliche Arbeiten
      über die KTLA


Jahresbericht
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     2007/08
     2006/07
     2005/06
     2004/05

       

 

   
  
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JAHRESBERICHT 2004/05

1. Allgemeine Entwicklung und Schulbeginn

Im 2. Jahr des Bestehens der KTLA ist, die Qualität der neu aufgenommenen KTLA - Schüler der 1MPA04 betreffend, eine deutliche Steigerung festzustellen. In der 2MPA03 konnten leider 6 Schüler den großen Belastungen der KTLA nicht standhalten und schieden aus. In die neue 1MPA05 wurden mangels geeigneter Bewerber (ca. 60) nur 9 Schüler aufgenommen, sodass in den 3 Klassen im kommenden Schuljahr 2005/06 insgesamt 37 Schüler unterrichtet werden. Die Entwicklung der KTLA mit dem Ziel „Eliteschule für Produktentwickler und Werkzeugkonstrukteure auf HTL - Niveau“ liegt aber auf gutem Weg. Es wurde nun ein offizielles Schulstatut eingereicht und damit die Errichtung einer Privatschule angezeigt, die vom LSR für OÖ. per Nichtuntersagungsbescheid vom 4. Mai 2005 dem BMBWK zugeleitet wurde. Demgemäß soll die KTLA als Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht (§14, Abs. 2 SchOG) geführt werden. Die technische Umsetzung steht allerdings noch aus und wird mit großem Interesse erwartet.

2. Kooperationspartner HTL Kapfenberg

Mit der HTL Kapfenberg wurde nach eingehender Prüfung durch dessen Direktor DI Dr. Karl Gissing und dem Fachprofessor DI Dr. Gerhard Rois, die die KTLA besuchten und sich vom Ausbildungsstandard an der Schule und in den Betrieben persönlich überzeugten, für die KTLA eine HTL als geeigneter Kooperations-partner gewonnen. Es ist an der für die KTLA facheinschlägigen HTL Kapfenberg (Maschineningenieurwesen, Werkstofftechnik, Kunststofftechnik) vom LSR für Steiermark eine Externistenreifeprüfungskommission eingerichtet und es wurden und werden dort Externistenreifeprüfungen angeboten und durchgeführt.

Die KTLA führt in der HTL Kapfenberg in den Schulferienzeiten Vorbereitungskurse durch. Die HTL Kapfenberg stellt nun zwecks Qualitätssicherung auch Lehrfachpersonal für den Regelunterricht in den zentralen Fachgegenständen in Kirchdorf. Es ist somit eine gute Basis geschaffen, eine verlässliche Beurteilung der Externistenreifeprüfungskommission über den an der KTLA vermittelten Lehrstoff herbeizuführen.

Erstmals wurde ein 3D-CAD-Kurs inklusive Mechanik – Repetitorium in Kapfenberg abgehalten. Der End-bericht von AV DI Franz Kainz fiel überaus positiv aus, insbesondere was die konstruktiven Leistungen und die Einstellung der Schüler betrifft.

3. Schülerzahlen
1MPA04

Anfang
17
alle männlich
ausgeschieden
0
 
Ende
17
 
davon positiv nach dem Grunddurchgang (440 UE)
13
m.a.E. (2), m.g.E. (5)
davon positiv nach der Nachschulung
15
 
davon positiv nach dem Herbsttermin
17
 
Fehl-UE im Regulärunterricht gesamt
55
 
davon unentschuldigt
0
 
Arbeitshaltung: Sehr zufriedenstellend
13
 
Arbeitshaltung: Zufriedenstellend
4
 
Blockkurs Computerwerkstätte (40UE)
17
 
Blockkurs 2DCAD (80UE)
17
 
Blockkurs Sportwoche + Geographie (40UE)
17
 

2MPA03

Anfang
17
alle männlich
ausgeschieden
6
 
Ende
11
 
davon positiv nach dem Grunddurchgang (440 UE)
9
m.g.E. (1)
davon positiv nach der Nachschulung
10
 
davon positiv nach dem Herbsttermin
11
 
Fehl-UE im Regulärunterricht gesamt
22
 
davon unentschuldigt
0
 
Arbeitshaltung: Sehr zufriedenstellend
13
 
Arbeitshaltung: Zufriedenstellend
4
 
Sprachwoche Malta (40UE)
6
Qualitätskriterium
Blockkurs 3DCAD + Mechanik in Kapfenberg (80UE)
14
3 Schüler ausgeschieden
Blockkurs Sportwoche + Geographie (40UE)
15
2 Schüler krank


4. Fakten und Entwicklungstendenzen
  1. Positiv hervorzuheben ist weiterhin die hohe Präsenz der Teilnehmer und die sich daraus ergebende gute Arbeitshaltung. Die Entwicklung in der 2MPA03 zeigt aber, dass nur hervorragende Bewerber den Anforderungen, die die KTLA an die Schüler stellt, gerecht werden. Die KTLA Schüler dürfen auch als Lehrlinge nicht hinter den Leistungen der nicht an der KTLA teilnehmenden Lehrlingskollegen im Betrieb zurückbleiben.

  2. Bewundernswert sind weiterhin auch die Leistungen der Anfang an sehr motivierten Lehrerschaft und der hervorragenden Lehrlingsausbildner, die bereit sind, diesen neuen Weg der Ausbildung auch unter Schwierigkeiten zum guten Ende zu führen.

  3. Besonders bewährt hat sich die Konstruktionsausbildung im eigenen Betrieb (200 UE). Bei der Präsentation der Arbeiten im Juni 2005 lagen die Leistungen deutlich über HTL – Niveau. Ein besonderer Dank gilt den betreuenden Konstruktionsleitern in den Ausbildungsbetrieben.

  4. Die weiterführende Entwicklung des Laptopunterrichtes verlangt eine stärkere Einbindung aller Formen des e – learnings. Eine Zugriffsmöglichkeit auf die Plattformen des Education – Highways bzw. ähnliche Plattformen würde diese Entwicklung fördern. Dazu ist ein für das laufende Schuljahr ein neues Projekt geplant. Es ist Aufgabe der KTLA, auch in Hinblick auf die angewendeten Unterrichtstechnologien im technischen Schulwesen zeitgemäß aufzutreten.

  5. Verbessert wurde die Kommunikation mit den Ausbildnern in den Betrieben. Es wurde vereinbart, dass die Ausbildner bei negativen Entwicklungen unverzüglich von den Klassenlehrern verständigt werden. Die Schüler werden so am kurzen Zügel gehalten.

  6. Ähnliches gilt für die Kommunikation mit der Direktion und den Klassenlehrern in der Berufsschule Attnang. Hier wurde und wird zu Ende der Berufsschulperiode ein Meeting organisiert und dabei alle anstehenden Probleme besprochen, viele Verbesserungsvorschläge eingebracht und das gemeinsame Vorgehen abgestimmt. Es ist allerdings schwierig, den KTLA – Unterrichtstoff direkt auf die in der Berufsschule vermittelten Kenntnisse aufzubauen. Aus diesem Grund wird an der KTLA künftig für die 1. und. 2. Klasse die letzte Berufsschulperiode, für die 3. und 4. Klasse die erste Berufsschulperiode in Anspruch genommen.

  7. Im Oktober 2004 war die KTLA erstmals bei der Messe „Jugend und Beruf“ in Wels vertreten. Die KTLA musste dafür € 700.— bezahlen, für Schulen ist die Teilnahme gratis! Diese Aktion brachte zwar hohe Anmeldezahlen, letztlich aber wenig Qualität. Trotzdem wird vorerst an der Messe weiter teilgenommen und versucht, vor allem leistungsfähige Bewerber anzusprechen.

  8. Angesichts der geringen Zahl geeigneter Bewerber für die KTLA wurde im Mai 2005 eine Werbekampagne gestartet, die sich an gute HTL-Schüler und Gymnasiasten richtete. Diese Werbekampagne brachte keinen Erfolg, bedauerlicherweise aber Verstörung bei den Nachbarschulen.

  9. Die Externistenreifeprüfung in den allgemeinbildenden Gegenständen war ursprünglich an der HAK oder dem BG Kirchdorf geplant. Nach Auskunft des LSR für Steiermark ist aber die Externisten-reifeprüfungskommission nicht teilbar, sodass auch diese Fächer („Mathematik und Fachtheorie“ und „Englisch“ oder „Deutsch“) in Kapfenberg geprüft werden.

  10. Erstmals wurden 2 wissenschaftliche Arbeiten über die KTLA verfasst, eine an der Universität Graz und eine an der WU Wien.

  11. 2005/06 unterrichtet kein einziger aktiver oö. HTL – Lehrer mehr an der KTLA. Diese wurden durch „jung gebliebene“ pensionierte Oberstudienräte der HTL Vöcklabruck (Fleischmann, Jech) und Lehrer der HTL Kapfenberg (Kainz, Rois) ersetzt.

  12. Bevorzugt wird den Bewerbern für einen KTLA – Platz der Besuch einer 1. Klasse einer maschinenbaulichen HTL empfohlen. Die tatsächlichen Aufnahmen zeigen aber, dass der positive Abschluss einer 1. Klasse einer HTL noch nicht zwingend zur Aufnahme in die KTLA führt. Andererseits sind in der KTLA aber auch Schulabbrecher von HTLs. Die Betriebe sehen hier offensichtlich manches anders als die Schulen.

  13. Der Stundenplanbau für die KTLA gestaltete sich durch die geringe Vorlaufzeit der Kirchdorfer Regelschulen und dort notwendiger kurzfristiger Änderungen äußerst schwierig. Es ist deshalb geplant, im kommenden Schuljahr erst in der 2. Oktoberwoche später zu beginnen. Besonders hervorzuheben ist die große Kooperationsbereitschaft der HTL Kapfenberg, die den Montag zum Unterricht an der KTLA für ihre Lehrer freigesetzt hat.

Kirchdorf, im Oktober 2005
DI Norbert Unterscheider
Pädagogischer Leiter der KTLA

   
 

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