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JAHRESBERICHT
2003/04
Erstmals wurde eine Ausbildung (1MPA03)
organisiert, die im Sinne einer trialen Ausbildung Lehrlinge des
Lehrberufes „Produktionstechniker“ optional zum Abschluss
an einer HTL für „Maschinenbau – Ausbildungs-zweig
Fertigungstechnik“ führen soll.
Der Anspruch an die Lehrlinge war überaus hoch. Es eignen sich
dafür naturgemäß nur Lehrlinge, die auch
die Voraussetzungen für den Besuch einer regulären HTL
erfüllen bzw. den ersten Jahrgang einer höheren Abteilung
einer HTL positiv abgeschlossen haben. Dementsprechend rigoros gestaltete
sich die Selektion
der Lehrlinge in den Partnerbetrieben. An über 60 Bewerber
und Bewerberinnen wurden schließlich 18 Ausbildungsplätze
vergeben. Zwei Partnerbetriebe fanden keinen geeigneten Lehrling.
Schülerzahlen 1MPA03
| Anfang |
18 |
alle männlich |
| ausgeschieden |
1 |
im Mai 2004 abgemeldet |
| Ende |
17 |
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| davon positiv nach dem Grunddurchgang (440 UE) |
7 |
davon 1 m.a.E |
| davon positiv nach der Nachschulung ( + 18 UE) |
15 |
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| davon positiv nach dem Herbsttermin ( + 8UE) |
17 |
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| Fehl-UE im Regulärunterricht gesamt |
32 |
|
| davon unentschuldigt |
0 |
|
| Arbeitshaltung: Sehr zufriedenstellend |
13 |
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| Arbeitshaltung: Zufriedenstellend |
4 |
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| Blockkurs Computerwerkstätte (40UE) |
18 |
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| Blockkurs Sportwoche + Geographie (40UE) |
17 |
1 Teilnehmer krank |
Positive Entwicklung:
- Positiv hervorzuheben ist die hohe Präsenz
der Teilnehmer und die sich daraus ergebende gute Arbeitshaltung.
- Gerade in der Nachschulungsphase
haben sich autonom zusätzlich Lerngruppen, auch mit bereits
positiven Schülern, organisiert.
- Die Laptops und das WLAN ermöglichen die
elektronische Vorbereitung des Unterrichtsstoffes durch die Lehrerinnen
und Lehrer, reduzieren die Zahl der notwendigen Schulbücher
und ermöglichen einen effizienten Prüfungs- und Hausübungsbetrieb.
- Hausübungen und Anfragen können per
email kommuniziert werden. Hervorzuheben ist auch die Bereitschaft
der Lehrerinnen und Lehrer, dadurch in den meisten Fällen
auch außerhalb der Unterrichtszeit für Auskünfte
zur Verfügung zu stehen.
- Hervorzuheben ist auch die von Anfang an topmotivierte
Lehrerschaft, die bereit ist, diesen neuen Weg der Ausbildung
auch unter Schwierigkeiten zum guten Ende zu führen.
- Sehr gut bewährt sich die Kommunikation mit
den Ausbildnern in den Betrieben. Die Schüler werden so am
kurzen Zügel gehalten.
- Ähnliches gilt für die Kommunikation
mit der Direktion und den Klassenlehrern in der Berufsschule Attnang.
Hier wurde zu Ende der Berufsschulperiode ein Meeting organisiert
und dabei alle anstehenden Probleme besprochen, viele Verbesserungsvorschläge
eingebracht und das gemeinsame Vorgehen abgestimmt.
Kritikpunkte und Lösungsvorschläge:
- Die Leistungen in Deutsch reichen trotz vorerst
positiver Beurteilung aller aus meiner Sicht bei einigen nicht
aus, um einen künftigen positiven Abschluss einer Reifeprüfung
erhoffen zu lassen. Es sollen deshalb für diese KTLA - Schüler
in Zusatzkursen die bestehenden Defizite (Rechtschreibung, Grammatik)
ausgeglichen werden. Zu überlegen wäre auch, in der
1. Klasse anstatt des Gegenstandes „Geschichte und Politische
Bildung“, der in der Berufsschule gut abgedeckt ist, eine
3. Einheit „Deutsch und Kommunikation“ zu führen.
- Die Frage: „Wäre es zweckmäßig,
den künftigen Aufnahmewerbern die Ablegung des 9. Schuljahres
an einer HTL zu empfehlen und einen positiven Abschluss zu fordern“,
ist nach dem ersten Jahr aus meiner Sicht nicht schlüssig
zu beantworten. Schüler, die durch besondere Leistungen aufgefallen
sind, kamen aus allen Schulen, auch aus dem polytechnischen Lehrgang.
Fest steht aber: Wer den 1. Jahrgang einer HTL nicht schafft bzw.
schaffen würde, hat in der KTLA kaum Chancen. Diesbezüglich
dürfen keine falschen Hoffnungen geweckt werden.
- Die Laptops verführen dazu, die Unterrichtspausen
nicht zur Erholung, sondern zum Spielen zu benutzen. Die Lehrer
sollten deshalb darauf achten, dass die Schüler in den Unterrichtspausen
den Unterrichtsraum verlassen.
- Auf Grund der nur 2 Unterrichtstage pro Woche
kam es in der Prüfungsphase gelegentlich zu Engpässen.
Wiederholungen von Schularbeiten und Tests sind deshalb in der
regulären Unterrichtszeit künftig nicht mehr zu empfehlen
und sollten deshalb generell auf unterrichtsfreie Samstage verlegt
werden.
- Ausfallende Stunden durch Nichtverfügbarkeit
des Lehrers stellen für die Schüler insoferne ein Problem
dar, weil diese Stunden dann an Samstagen nachgeholt werden müssen.
Wir werden uns verstärkt anstrengen, durch rechtzeitigen
internen Tausch so begründeten Samstagsunterricht zu vermeiden.
- Die Mitarbeit im Unterricht gestaltet sich durch
die relativ kleinen Klassen grundsätzlich positiv. Dessen
ungeachtet muss im Unterricht noch mehr Wert auf die volle geistige
Präsenz der Schüler gelegt werden, was durch Wiederholungen
am Ende der Unterrichtsstunde gefördert werden kann. Für
jede Unterrichtssequenz sollte von der Lehrerschaft ein elektronischer
Schlusstest vorbereitet werden.
- Es gab einzelne Klagen darüber, dass sich
KTLA - Schüler in den Betrieben den normalen Lehrlingen gegenüber
als „etwas Besseres“ fühlen. Es wurde mit den
Partnerbetrieben vereinbart, dass gemeinsam die Entstehung jedweden
diesbezüglichen Dünkels vermieden werden muss.
- Insgesamt war das erste Jahr dadurch geprägt,
ein einheitliches Niveau herzustellen, die Schüler dort abzuholen,
wo sie standen und niemanden zu verschrecken. Der Druck auf die
Schüler dürfte aber im zweiten Jahr erheblich steigen.
Hoffentlich stehen das alle durch. Das Ziel „HTL - Reifeprüfung“
verlangt alle Anstrengungen.
Kirchdorf, im September 2004
DI Norbert Unterscheider
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